Philosophie

Münchner Netzwerk Medienkompetenz

Das „Netzwerk“ lebt Medienbildung und Medienpädagogik querschnittsorientiert entsprechend der kommunalen Politik- und Verwaltungsbereiche Jugend/ Soziales – Schule – Kultur und hat – wie wir immer wieder und durchaus staunend feststellen können – eine bundesweit ziemlich einmalige kooperative Infrastruktur und Informationsqualität, von der Vielfalt der real existierenden Angebote der vielen Partner, Einrichtungen und Träger ganz abgesehen.

Insbesondere im kommunalen Rahmen und Aufgabenspektrum gilt es in der verantwortlichen Wahrnehmung von „Medienbildung“ in der Spanne von „Sinne & Cyber“ Angebote nah und differenziert an die „Adressaten“, die Kinder, Jugendlichen und Familien zu realisieren:

  • „für alle“: mit sozialem, unterstützendem Akzent da, wo Milieu, Familie, soziale Lage dies nicht ausreichend leisten kann: Es gilt, die Spannung zwischen „information rich“ und „information poor“ zu reduzieren
  • mit spezifischen Inhalten und Vermittlungsformen entsprechend gesellschaftlichen Gruppierungen:
    • gender-Aspekt: Angebote speziell für Mädchen/ Jungen
    • interkulturelle Aspekte: je eigene Kulturen fördern wie auch integrative Rahmenbedingungen schaffen (Sprache, Schul- und Ausbildungsförderung)
    • attraktive Fort- und Weiterbildungschancen für speziell Interessierte, multimedial Hochqualifizierte
    • Angebote zur Medienqualifizierung für zukünftige Arbeitswelten und Berufsfindung
    • Frühförderung: Was Hänschen (oder Mariechen) nicht lernt: Computer im Kindergarten, digitale Spielplätze u.a.
  • erreichbar und motivierend (geografisch, altersspezifisch, finanziell, atmosphärisch) für unterschiedliche Spiel- und Lerninteressen, für Freizeit und Ausbildung: Der territorial-gesamtstädtische Ansatz.

All dies ist gerade für alltagstauglich-lebensweltliche Medienbildung im entscheidenden kommunalen Rahmen immer mehr – und eigentlich nur noch – in kooperativ vernetzten Formen (z.B. Schule – Jugend – Familie – Soziales – Kultur – Kunst) denkbar und machbar: Dies entspricht auch den vernetzt-flexiblen Kommunikations- und Informationsstrukturen der „digitalen Welten“, zunehmend.“Orientierung“ und „Navigation“ in den „Labyrinthen der Möglichkeiten und Wirklichkeiten“ ist ein, das zentrale Lernziel der Zukunft, auch als Teil allgemeiner Bildung.

Medien, alte und neue, der selbstbewusst-gestaltende Umgang mit Zeichen und Symbolen, Informationen und Kommunikationsweisen gehört unabweisbar dazu:  Mit einem sowohl inhaltlichen wie auch technischen „Kompetenzanteil“, mit sowohl persönlich-biografischen wie auch berufsbildend-ökonomischen Dimensionen. Fazit: „Medienbildung“ für alle ist auch Gesellschaftspolitik, Bildung, Kultur, Soziales im Verbund.

Das kommunale Leitbild der „kinder- und familienfreundlichen Stadt“ bezieht sich neben den unmittelbaren familiären, sozialen und kulturellen Lebensbedingungen neu auch auf den digitalen Raum, den Cyberspace und seine Spiel- und Lernwelten: Auch der urbane Lebens- und Bildungsraum hat inzwischen eine real-sinnliche wie eine virtuell-informations­technische Seite – auch wenn diese Sichtweise noch ungewohnt ist, etwas „strange“ klingt.

Beides sind sozusagen die zwei Seiten der gleichen Medaille:  Im Verbund und Wechselbezug entscheiden sie über gegenwärtige und vor allem zukünftige Lebensqualitäten und Lebens­chancen der Münchner Kinder und Jugendlichen. Denn die leben bereits und gleichzeitig da und dort: Im „Sinnenreich“ wie auch im „Cyberspace“. Und sie richten sich da und dort ein, als ihre eigene Lebenswelt, im Prinzip „Ganzheitlichkeit“ zugunsten „Leben lernen“.

Hier aktuell, zeitgemäß, professionell und fachlich vernetzt durch Information, Kooperation, Qualifizierung und Innovation beizutragen ist Leitbild und Ziel der AG Interaktiv im Interesse der Münchner Kinder, Jugendlichen und Familien: Die lebens- und liebenswerte Stadt in all ihrer Komplexität und Dimensioniertheit, expansiv auch in den virtuellen Raum und mit „Portalen“ in die und zwischen den verschiedenen Wirklichkeiten.